14.12.2009, 15:20 Uhr
MÜNCHEN. Die CSU hat sich zum Ziel gesetzt, die Partei zu einer echten "Mitmachpartei" zu entwickeln.

Der CSU-Vorstand hat am Montag offiziell den Startschuss für die lange geplante Parteireform gegeben. Parteichef Horst Seehofer sagte nach der Sitzung in München, man wolle die CSU zu einer "echten Mitmachpartei machen" und damit "neue Maßstäbe für Offenheit" in der deutschen Parteienlandschaft setzen. Im Kern geht es um mehr Mitspracherechte der CSU-Basis.
"Leitbild 2010plus"
Wie genau die CSU reformiert wird, soll nun in einem breit angelegten Dialogprozess erörtert und auf dem nächsten Parteitag im Sommer 2010 endgültig beschlossen werden. Grundlage für die interne Diskussion ist ein Papier mit dem Titel "Leitbild 2010plus", das unter Federführung von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erarbeitet wurde. Darin kommen unter anderem Mitgliederbefragungen in inhaltlichen Fragen ins Gespräch. Während bislang sämtliche Entscheidungen in der CSU von Gremien getroffen werden, sollen also künftig möglicherweise die Parteimitglieder selbst abstimmen dürfen.
Auch die Frage nach einer Urwahl von Funktionsträgern bis hin zum Parteivorsitzenden steht im Raum. Zudem will die Partei diskutieren, wie sie sich "auf allen Ebenen" weiter verjüngen kann.
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