25.11.2009, 15:31 Uhr
BAYREUTH. Singen müsst ihr nicht. Und modeln auch nicht. Und ins Fernsehen kommt ihr (erst mal) auch nicht. Aber sonst ist (fast) alles wie bei „DSDS“ & Co.
Der Verein Jugendfilmprojekte Oberfranken bereitet sein zweites Spielfilmprojekt vor, nach „The Evolution Evidence“ aus dem Jahr 2006. Und dafür werden jede Menge Hauptdarsteller, Nebendarsteller, Komparsen, Assistenten, Helfer, Strippenzieher etc. gesucht. Weit über 100 Jobs vor und hinter der Kamera sind zu vergeben.
Filmtausensassa
Der Mann hinter dem Projekt ist Michael Jahreis aus Weißenstadt, Filmtausendsassa mit eigener Filmproduktion, gelernter Schauspieler und Regisseur, der seine künstlerischen Projekte
mittlerweile unter dem Alias Michael von Hohenberg angreift.
Jahreis kann auf Auftritte am Münchner Festspielhaus, bei den Wunsiedler Festspielen, an den Theatern in Hof und Bayreuth sowie in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen, darunter
„Marienhof“, „Lenßen und Partner“ oder „Aktenzeichen XY“ zurückblicken. Er dreht Werbefilme – etwa für die Disco Halifax oder die Stadt
Wunsiedel – und Dokumentationen, außerdem betreibt er das Internetfernsehen noba.tv.
Geld aus Zuschüssen
„Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, unter professionellen Bedingungen vor und hinter der Kamera mitzumachen“, umreißt er den Gedanken hinter dem Projekt. Das
Geld für den Film kommt in erster Linie aus Zuschüssen, Anträge etwa bei der Bayerischen Sparkassenstiftung, dem Bayerischen Kulturfonds oder der Oberfrankenstiftung laufen.
„Drehen können wir zur Not auch, wenn wir nur 50.000 Euro zusammen bekommen“, so Hohenberg; wobei der Film sich in seiner Anmutung nicht von einem professionellen Kinofilm unterscheiden soll, der in Deutschland normalerweise drei bis vier Millionen Euro kostet. Das geht natürlich nur dadurch, dass alle Beteiligten ohne Bezahlung arbeiten.
Auch das Drehen auf HD 24p soll Geld sparen; fließen die Zuschüsse wie erhofft, ist ein Umkopieren auf 35 Millimeterfilm möglich. Was bedeutet, dass der Film dann auch von nichtdigitalen Kinos gezeigt werden kann.
Kinofilm
Denn ins Kino, zumindest in Oberfranken, soll der Film auf alle Fälle. So wie damals „The Evolution Evidence“ der es auf Spielzeiten von bis zu fünf Wochen in regionalen
Lichtspielhäusern schaffte.
Ein Hauch von Hollywood soll auf alle Fälle wehen, wenn kommenden August an verschiedenen Orten in Oberfranken gedreht wird. Denn Michael von Hohenberg hat sich echte Profis hinter die
Kamera geholt. Etwa Giovanni Arvaneh („Marienhof“), der die Laienschauspieler – also Euch! – coachen soll. Die Stuntkoordination hat Holger Kriechel, der mit keinem
Geringeren als Steven Spielberg bei Filmen wie „Saving Private Ryan“ oder „München“ zusammengearbeitet hat. An der Kamera sein wird Leonhard Schweizer, der schon bei
„Galileo“ und „Aktenzeichen XY“ die Kurbel gedreht hat.
Einen Arbeitstitel für den Film gibt es schon: „Der Schatz der Rudolfsteiner“. Er hat gewisse Parallelen zu „The Evolution Evidence“. Die Handlung beginnt im 15.
Jahrhundert auf der Burg Rudolfstein mit einer blutigen Bruderfehde und Schlachtgetümmel. In der Jetztzeit sollen vier Schüler im Unterricht eine Fichtelgebirgssage aufbereiten. Eine
geheimnisvoller Schatz, eine alte Uranmine, die ein krimineller Stadtrat illegal wieder zum Leben erweckt, eine düstere Gruft sind nur einige Zutaten des Films.
Gedreht werden soll im nächsten August
Lust bekommen mitzumachen? Dann solltet ihr euch den 5. und 6. Dezember vormerken. Dann ist jeweils von 14 bis 17.30 Uhr im Kino Cineplex in Bayreuth, erster Stock, das erste Casting. Weitere Castingtermine: Wunsiedel 27. Dezember, Hof, 9. Januar, Kulmbach 10. Januar; Orte und Zeiten stehen noch nicht fest. Details zu den Anforderungen findet ihr nebenstehend.
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