20.11.2009, 00:00 Uhr
CHEMNITZ. Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt gegen den Kaufmännischen Geschäftsführer des Chemnitzer Klinikums wegen Korruptionsverdachts.
Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2004 Geld angenommen zu haben, damit er sich für die Einführung eines bestimmten Altersvorsorgesystems an dem Klinikum einsetzt, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder am Freitag in Würzburg sagte. Dabei habe es sich um einen Betrag von etwa 10 000 Euro gehandelt.
Dem Beschuldigten wird Verdacht der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr zur Last gelegt. Einem Bericht der "Freien Presse" zufolge wurde er inzwischen auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung von seiner Funktion freigestellt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrierten sich auch auf eine zweite Person aus dem Raum Würzburg, die dem Klinikchef das Geld gegeben haben soll. "Es ist alles nur ein Verdacht. Die Ermittlungen laufen", sagte Geuder. Das Klinikum beschäftigt an seinen beiden Standorten Chemnitz und Schneeberg knapp 3000 Mitarbeiter.
dpa
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