17.11.2009, 13:10 Uhr
FÜRTH. Beim Abverkauf des Versandhändlers Quelle sind inzwischen über eine Million Bestellungen eingegangen. Wie ein Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Dienstag auf ddp-Anfrage mitteilte, wurde die Millionen-Marke am Wochenende überschritten.
Wie viel Geld das in die Kassen spülen wird, sei noch nicht klar, da ja die Kunden noch das Recht hätten, Ware wieder zurückzuschicken. Umsatzstärkster Tag sei der 2. November mit über 200 000 Bestellungen gewesen. Zu besten Zeiten habe Quelle im regulären Verkauf gut ein Viertel davon gehabt. Aktuell würden im Logistikzentrum in Leipzig bis zu 50 000 Pakete täglich ausgeliefert, 80 Prozent der Bestellungen seien aus den Bereichen Mode und Wohnen. Seit Dienstag bietet Quelle auf seiner Internetseite viele Waren mit bis zu 70 Prozent Rabatt an. Die Zukunft der noch verbliebenen Mitarbeiter ist offen. "Man wird sich anschauen müssen, wie viele Ende des Monats noch eine Aufgabe haben", sagte der Sprecher. Gerettet seien dagegen nach dem Verkauf der Call-Center in Cottbus und Emden an den Outsourcing-Dienstleister Walter Services aus Ettlingen rund 500 Stellen. Bereits vergangene Woche war der Shoppingsender HSE24 an die Beteiligungsgesellschaft AXA Private Equity verkauft worden. Über Preise wurde in beiden Fällen Stillschweigen vereinbart. Nach Angaben des Sprechers steht derzeit der Verkauf des technischen Kundendienstes Profectis an. Hier gebe es so viele Interessenten, dass der Insolvenzverwalter ein Bieterverfahren auflegen werde.
dpa
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