17.11.2009, 12:35 Uhr
NAIROBI. Somalische Piraten haben 180 Seemeilen nordöstlich der Seychellen einen Chemietanker gekapert. Das Schiff, das einer Reederei der Virgin Islands gehört und von Singapur aus unterwegs in die kenianische Hafenstadt Mombasa war, wurde am Montag überfallen und nahm dann Kurs auf die somalische Küste.
Das teilte ein Sprecher der EU-Marineeinsatzgruppe Atalanta am Dienstag mit. An Bord des Schiffes befinden sich 28 nordkoreanische Seeleute. Mehr Glück hatten die Seeleute des ukrainischen Frachtschiffes MV Lady Juliet, das ebenfalls am Montag von mit Raketenwerfern und Kalaschnikow-Maschinengewehren bewaffneten Seeräubern von zwei Schnellbooten aus im Golf von Aden angegriffen wurde. Das unter St Vincent Flagge fahrende Schiff hatte ein Sicherheitsteam an Bord, dass auf die Piraten feuerte und sie in die Flucht trieb. Die Besatzung des Frachters blieb nach Atalanta-Angaben bei dem Schusswechsel unverletzt.
dpa
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