AUFSESS. Eine rote Rose ziert das Wappen derer von Aufseß und mit roten Rosenblättern ausgestreut waren am vergangenen Wochenende die Räume in Schloss Unteraufseß. Doch auch wenn schöne Frauen in noch schöneren Hochzeitskleidern durch das historische Ambiente schwebten, an diesem Sonntag fand keine Massenhochzeit, sondern ein Fotoshooting für Brautmoden auf dem Schloss statt.
In dem großen Vorraum im ersten Stock des Wohntraktes stapeln sich die Ausrüstungsgegenstände der vier angereisten Profi-Fotografen: Stative, Reflektoren, Taschen Lampen. Auf dem
wuchtigen Tisch neben dem Renaissance-Schrank stehen Schälchen mit Gummibärchen, Schokoriegeln und Keksen bereit, falls eines der Models oder der Akteure hinter der Kamera Hunger bekommen
sollten – zum Essen ist an diesem Tag keine Zeit. Die Fotografen müssen das ohnehin spärliche Licht des trüben Herbsttages ausnutzen. Im angrenzenden Ahnensaal warten Alexander
Hofmann aus Bayreuth, Florian Wachter aus Hof, Christian Gatt aus Roth und Dimitri Peters aus Siegen mit ihren Helfern darauf, dass die zehn Models fertig angezogen und geschminkt ist. „Wir
wechseln ungefähr alle fünfzehn Minuten die Models. Mit wem willst du anfangen?“, fragt einer der vier in die Runde. „Ist erst mal egal, ich will nur kein rotes Kleid
drüben im Flügel-Zimmer“, antwortet einer der anderen.
Der Umgangston ist freundschaftlich, man kennt sich, arbeitet mit- und nicht gegeneinander. Tipps werden ausgetauscht. Bis die erste Dame erscheint, vergehen noch einmal zwanzig Minuten. Es ist
Freifrau Elsa Monika von Aufseß, Hausherrin und zusammen mit Inge Strunz vom Hochzeitsstudio „Le Mariage“ in Hof die Initiatorin des Shootings. „Wir brauchen alle neue Fotos
für unsere Sedcards“, erklärt sie. Neben Modelbooks sind diese Kurzpräsentationen im DIN A5-Format für jeden unerlässlich, der sich als Fotomodell bei einer Agentur
oder für einen Auftrag bewerben will. Die Anforderungen an die Qualität dieser Sedcards ist hoch. Mit Amateurfotos könnte selbst eine Heidi Klum heute keinen Blumentopf mehr
gewinnen.
INFO: Die ganze Reportage lesen Sie in der Druckausgabe des Nordbayerischen Kuriers am Samstag, 31. Oktober.
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