26.10.2009, 12:00 Uhr
WIESBADEN. Die Regisseurin und Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, beklagt "eklatante Mängel" in der Ausbildung des Opernnachwuchses.
"Manchmal habe ich ein Wissen vor mir stehen, bei dem ich das Gefühl habe, ich bin nicht Regisseurin, sondern Schauspiellehrerin", sagte die Urenkelin von Richard Wagner am Sonntagabend in Wiesbaden. Die 31-Jährige nahm dort an einer Podiumsdiskussion zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung Deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) teil.
Wie fällt man richtig?
"Es kommt vor, dass ich Solisten erklären muss, wie man hinfällt", berichtete sie. In der Zusammenarbeit mit Chören habe sie bisher durchweg gute Erfahrungen gemacht. Wagner und die weiteren Diskussionsteilnehmer, darunter die Opernintendanten Klaus Zehelein und Peter Konwitschny, warben für eine stärkere Bedeutung und Würdigung der Arbeit von Chorsängern bei Inszenierungen. Allgemein richte sich die Aufmerksamkeit der Opernwelt zu sehr auf Solisten.
dpa
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