30.09.2009, 13:55 Uhr
BAD BERNECK. Am Mittwoch haben bei der insolventen Reitz-Gruppe rund 50 Menschen ihren letzten Arbeitstag gehabt. Damit sind bei dem Unternehmensteil mit dem traditionsreichen Namen Popp endgültig die Lichter ausgegangen. Im letzten halben Jahr sind damit rund die Hälfte der einst gut 200 Arbeitsplätze in Bad Berneck an der Kulmbacher Straße weggefallen.
Derzeit laufen noch die Verkaufsverhandlungen für den überlebensfähigen Teil der Reitz-Gruppe, die Firma düwi, am Standort Bad Berneck.
Nach KURIER-Informationen gibt es zwei Interessenten, mit denen der Insolvenzveralter verhandelt. Einer der Interessenten soll ein direkter Konkurrent sein. Was in der (Rest-)Belegschaft die
Angst nährt, dass dieser Käufer primär an den Kundenkontakten und etablierten Vertriebswegen interessiert ist. Und der Standort Bad Berneck letztlich ganz abgewickelt werden
könnte. Anfragen per E-Mail an den Insolvenzverwalter blieben bis gestern unbeantwortet.
Den Besuch von Ministerpräsident Seehofer in Warmensteinach vor wenigen Woche hatten Reitz-Mitarbeiter genutzt, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Seehofer schloss darauf eine
Staatsbürgschaft zumindest nicht aus. Zwischenzeitlich hatte sich auch CSU-Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk mit dem Betriebsrat getroffen. Die Frage eines staatlichen Engagements bei
der Finanzierung einer Nachfolgelösung für Teile der Reitz-Gruppe scheint gegenwärtig jedoch nicht akut zu sein.
Mit dem Unternehmensteil, bei dem gestern – im mehrfachen Sinne – die Lichter ausgingen, verschwindet nicht nur der Name Popp, unter dem man die Reitz-Gruppe jahrzehntelang kannte.
Auch die Produktion, die ursprünglich der Kern des Unternehmens war, nämlich Leuchten und Stecker beziehungsweise Steckdosenleisten, ist mit dem gestrigen Tag in Bad Berneck
Geschichte.
Eine zweite Chance geben soll es hingegen für die Firma düwi, die innerhalb der Reitz-Gruppe insbesondere Schalterserien produziert und auf dem Massenmarkt der Baumärkte gut
gelistet ist.
Schon vor über zehn Jahren hatte Popp einen schmerzhaften Anpassungsprozess durchlaufen müssen; damals fielen schon einmal von über 500 Arbeitsplätzen etwa die Hälfte
weg.
agw
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| zurück | weiter |
![]() |
Fichtelberg: Kristallbad zerstört, Brandursache gesucht 14.05.2012 zum Video |
![]() |
Nach dem Großbrand im Kristallbad Fichtelberg 13.05.2012 zum Video |
![]() |
Adieu Michael Hohl 25.04.2012 zum Video |
![]() |
Prominenz beim 4. Bayreuther Ökonomiekongress 10.05.2012 zum Video |
![]() |
BBL-Beirat und Uni-Prof: Herbert Woratschek im Porträt 27.04.2012 zum Video |
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?