BAYREUTH. Das Elitenetzwerk Bayern geht in die nächste Runde: In den kommenden fünf Jahren wird die Universität Bayreuth nach eigener Mitteilung mit Elitestudiengängen und internationalen Doktorandenkollegs unter dem Dach des Elitenetzwerks ihr Profil weiter schärfen. Das wurde bei der Tagung „Quo vadis Elite? Fünf Jahre Elitenetzwerk Bayern“ in der Evangelischen Akademie Tutzing deutlich.
Die Uni Bayreuth war bei dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung mit sieben Repräsentanten vertreten. Professor Hans-Werner Schmidt, Sprecher des Bayreuther Elitestudiengangs
Macromolecular Science, betonte die Bedeutung des Elitenetzwerks: „All unsere bisherigen Studiengänge unter dem Dach des Elitenetzwerks sind um weitere fünf Jahre verlängert
worden. Wir haben also die Chance, die Sichtbarkeit unserer Profilfelder nachhaltig zu stärken und damit die Attraktivität der Universität Bayreuth im nationalen und internationalen
Kontext zu steigern.“
Dass Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch an dem Elitenetzwerk, das zu 75 Prozent vom Wissenschaftsministerium und zu 25 Prozent von den beteiligten Universitäten finanziert
wird, festhält, dessen Qualität und Bedeutung ausdrücklich würdigt, freute Schmidt. Hochqualifizierte Doktoranden seien Leistungsträger der Forschung – daher sei der
Ansatz des Elitenetzwerks Bayern, internationale Doktorandenkollegs zu fördern, ein Treffer ins Schwarze.
Die Uni Bayreuth ist an fünf solcher Doktorandenkollegs beteiligt. Im Einzelnen sind dies: „Identifikation, Optimierung und Steuerung für technische Anwendungen“,
„Incentives – Bavarian Graduate Program in Economics“, „NanoCat: Nanodesign von Hochleistungskatalysatoren“ sowie „Struktur, Reaktivität und Eigenschaften
oxidischer Materialien“. Zu den Elitestudiengängen zählen „Advanced Materials and Processes“, „Global Change Ecology“, „Macromolecular Science“
und „Nano-Bio-Technology“. All diese Einrichtungen und Studiengänge sind bis ins Jahr 2014 sichergestellt.
Auf diese starke Präsenz Bayreuths innerhalb des Elitenetzwerks weist Professor Carl Beierkuhnlein, Inhaber des Lehrstuhls für Biogeografie und Sprecher des Elitestudiengangs Global
Change Ecology, hin. In Relation zu seiner Größe habe Bayreuth damit den klarsten Erfolg aller beteiligten Universitäten eingefahren.
Verbunden sei damit auch die Bereitstellung von Professuren, was zu einem noch deutlicheren Profil der Hochschule beitragen werde. „Es mag vielleicht paradox klingen“, so Beierkuhnlein
weiter. „Aber gerade angesichts steigender Studierendenzahlen gewinnt das Elitenetzwerk an Bedeutung.“ nk
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