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13.09.2009, 19:38 Uhr

 

Nerven schonen beim BAföG-Antrag

Von Ina Wörl

BAYREUTH. Pünktlich zum Start ins neue Semester geht es im Studentwerk turbulent zu. Viele neue BAföG-Anträge sind zu bearbeiten und die Flut reißt nicht ab.

 

Wenn der Studienbeginn näher rückt, sind oft noch tausend Dinge zu erledigen. Damit das Konto nicht leer ist, müssen sich angehende Studenten häufig über eine Studienfinanzierung Gedanken machen. Das gilt besonders, wenn sie BAföG beantragen wollen, da es bei dieser Art der Ausbildungsförderung frühzeitiger Klärung bedarf. Oft entsteht ein kleiner Papierkrieg zwischen Studenten und Behörden. Nicht jeder ist BAföG-berechtigt, doch ein Klick ins Internet hilft. Es gibt seit kurzer Zeit die Möglichkeit, sich mit dem BAföG-Rechner zu erkundigen, ob man die finanzielle Unterstützung bekommt. Der Vorteil, man kann direkt am Rechner seine Daten eingeben und erlangt einen ersten Beweis, ob es sich lohnt, einen Antrag auszufüllen. Es sei jedoch gesagt, dass die Berechnungen nicht bindend sind und es zu Abweichungen kommen kann. Deshalb kann der Bewilligungsbescheid später negativ ausfallen – gegebenenfalls aber auch positiver als gedacht.

Die Leiterin der Abteilung für Ausbildungsförderung, Petra Junker, bestätigte in einem Gespräch mit dem KURIER, dass es einen geringen Zuwachs der Förderquote für das gesamte Studentenwerk Oberfranken gibt. Heute erhält rund jeder vierte Student BAföG und 43 Prozent bekommen dabei laut dem Statistischen Bundesamt den Höchstsatz von derzeit 648 Euro im Monat bewilligt.

Jeder Hochschulzugangsberechtigte kann einen Antrag entweder im Studentenwerk abholen oder aus dem Internet ausdrucken. Auch in Bayreuth gibt es seit diesem Semester werden die Formulare online zum Download angeboten. Petra Junker hofft, dass das Angebot von vielen Studienanfängern genutzt wird, da es schneller zu bearbeiten wäre und der Student viele Vorteile hätte. So spare er sich nicht nur die Zeit, um zum Studentenwerk zu fahren, sondern kann zu jeder Uhrzeit sich die Formblätter besorgen. Beim Ausfüllen im Internet gibt es gleich eine automatische Überprüfung zur Richtigkeit der Angaben auf dem ersten Formblatt.

Die reguläre Bearbeitungszeit beträgt sechs Wochen. Wenn der Student vorab schon einen vollständigen Antrag stellt, verkürzt sich die Zeit und schon mit Beginn des Semesters könne der Betrag ausgezahlt werden. Die meisten Studenten stellen doch erst spät ihren Antrag und häufig sind die Unterlagen unvollständig, so Junker. Dann verzögere sich die Bewilligung und es könne passieren, dass erst im Folgemonat eine Auszahlung erfolgt. Die Anträge sind immer von Anfang Oktober des Jahres bis zum Ende September des Folgejahres gültig und müssen bis zum 30. Oktober abgegeben werden.

Was jedoch viele Studenten vergessen, die Förderung gilt immer nur für ein Jahr und muss bei Bedarf über einen Weiterförderungsantrag immer bis zum 30. Juli neu beantragt werden. „Viele vergessen das und rufen dann bei uns an und wundern sich, wo ihr Geld bleibt“, berichtete Petra Junker. Es könne nur eine nahtlose Zahlung geben, wenn der Antrag auf Weiterförderung fristgerecht und vollständig abgegeben wird. Damit die Studenten auch während des Semesters die Weiterförderungsanträge nicht vergessen, bietet das Studentenwerk Oberfranken an der Uni Bayreuth Informationsveranstaltungen an. Zusätzlich werden durch Aushänge wichtige Termine zur Abgabe angekündigt.



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