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15.09.2009, 16:10 Uhr

 

Thurnau schielt nach Eckersdorf und Hollfeld

THURNAU. Mit beispielhaftem Einsatz ziehen in Thurnau alle an einem Strang, um die Hauptschule zu erhalten. Das machte Bürgermeister Dietmar Hofmann im Gemeinderat deutlich. Für dieses Schuljahr bekam die Gemeinde eine Ausnahmegenehmigung. Zunächst für ein Jahr wurde die derzeitige fünfte Klasse mit nur zwölf Schülern genehmigt. Und noch eine gute Nachricht: Auch die Förderzusage für den Weiterbetrieb der offenen Ganztagsschule liegt inzwischen (mündlich) vor.

 

Dabei sah es noch vor wenigen Monaten alles andere als rosig aus – jedenfalls nicht so, als ob es in Thurnau eine fünfte Klasse geben wird. Doch der Einsatz der Thurnauer zahlte sich schließlich aus. Dem Thurnauer Unternehmer Hans Schwender ist es gelungen, die örtliche Wirtschaft dazu zu bewegen, Hauptschülern, die in Thurnau einen ordentlichen Quali machen, einen Ausbildungsplatz zu garantieren.

Inzwischen gibt es noch weitere Initiativen, die die Thurnauer Hauptschule attraktiv machen sollen. Betriebe aus Thurnau und Kasendorf stellen Praktikumsplätze zur Verfügung, das Ehepaar Reinl, Ergotherapeuten, will kostenlos ein soziales Kompetenz- und Konzentrationstraining anbieten. Thurnauer Vereine wollen sich mit ihren jeweiligen Angeboten in die Ganztagsschule einbringen.

Für diese liegen im Moment 21 Anmeldungen vor, sie kann von allen Hauptschülern und ausnahmsweise auch von Viertklässlern besucht werden. Der Markt erhält dafür eine Förderung von 21 500 Euro, 5000 Euro müssen selbst berappt werden.

Wenn Interesse besteht, soll das Angebot der Ganztagsbetreuung auf Freitagnachmittag ausgeweitet werden, gab Hofmann bekannt. Hans Schwender würde dies sponsern.

Kooperation mit Eckersdorf?

Der Thurnauer Bürgermeister führt derzeit Gespräche mit den Bürgermeistern der Nachbar-Gemeinden. Hintergrund sind Kooperationen, die Thurnau mit Blick auf die geplante Mittelschule eingehen muss. Mindestens ein (großer) neuer Partner sei nötig, um die Schülerzahl zu erreichen, die dann gefordert wäre. Auch landkreisübergreifende Kooperationen wären hier möglich. Deshalb wollen die Thurnauer ihre Fühler auch Richtung Eckersdorf und Hollfeld ausstrecken. us



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