09.09.2009, 12:13 Uhr
BASKETBALL. Am Ende der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft blieb den Telekom Baskets Bonn, die sich am Freitag im Rahmen des Sharp-Cups um 20.15 Uhr mit dem ProA-Ligisten BBC Bayreuth messen werden, auch in diesem Jahr der ganz große Erfolg verwehrt. Die deutsche Meisterschaft wurde nur ganz knapp verpasst.
Konnten die Rheinländer in der Play-Off-Serie noch den SSV Ulm und den amtierenden deutschen Meister und Titelfavoriten Alba Berlin aus dem Rennen werfen, so bedeuteten die EWE Baskets
Oldenburg die Endstation für die Bonner Titelträume. Im fünften Spiel einer an Spannung kaum zu übertreffenden Finalserie mussten sich die Bonner den Norddeutschen Ende Juni
hauchdünn mit nur einem Punkt Unterschied geschlagen und sich erneut mit dem vermeintlich wertlosen Titel des Vizemeisters zufrieden geben.
Da aller guten Dinge drei sind, wollen die Bonner in der kommenden Saison einen erneuten Anlauf auf den „Olymp“ des deutschen Basketballs nehmen. Die Mannschaft von Headcoach Michael
Koch, der 1989 im legendären Bayreuther Meisterteam spielte, und seines Assistenten Karsten Schul wurde daraufhin auf mehreren Positionen verändert. Leistungsträger wie Brandon
Bowman, Winsome Frazier, Ken Johnson (alle Ziel unbekannt) und Earl Rowland (Vanoli Soresina/ITA) verließen die ehemalige Bundeshauptstadt.
Zwei Ex-Bamberger
Neu hinzu kamen die beiden ehemaligen Bamberger Centerspieler Chris Ensminger (zuletzt Paderborn) und Tim Ohlbrecht, dessen Verpflichtung einige Beachtung fand. Ohlbrecht, der als eines der
größten deutschen Basketballtalente gilt, begann seine Basketballkarriere beim Barmer TV in seiner Heimatstadt Wuppertal. Im Alter von 15 Jahren wechselte er zum TSV Bayer Leverkusen,
wurde dort Jugendnationalspieler und gehörte bereits mit 17 zum Bundesliga-Kader der Bayer Giants. Bei den U18-Europameisterschaften 2006 war er mit durchschnittlich 13 Korbabprallern bester
Rebounder des gesamten Wettbewerbs. Im Jahr 2006 wechselte Ohlbrecht zu den damals von Bundestrainer Dirk Bauermann trainierten Brose Baskets nach Bamberg. Dort stagnierte seine weitere
Entwicklung nicht zuletzt aufgrund von Verletzungen. In der abgelaufenen Saison erzielte der mittlerweile 21-jährige 2,11-Metermann durchschnittlich 3,2 Punkte und ergatterte sich 2,4
Rebounds. „Er soll bevorzugt auf der Position des Powerforwards zum Einsatz kommen, kann aber jederzeit auch als Center einspringen“, so Baskets-Coach Michael Koch, der mit Ohlbrecht
seinen Wunschkandidaten für die Position vier holen konnte.
Mehr dazu am Donnerstag in der Printausgabe des KURIER!
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.