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27.07.2009, 17:42 Uhr

 

Preise weiter reduziert

BAYREUTH. 9 Uhr am Morgen: Menschenmassen stürmen die Kaufhäuser und fallen über die Wühltische her. Klauben Textilien zusammen und belagern die Kassen. Schubsen und drängeln. Am Montag hat der Sommerschlussverkauf begonnen. Doch von Menschenmassen keine Spur.

 

„Den typischen, soll heißen klassischen Sommerschlussverkauf, wie er früher existierte, gibt es heute nicht mehr“, sagt Wolfgang Knauer, Geschäftsführer der Karstadt-Filiale in Bayreuth mit langjähriger Berufserfahrung. In der letzten Juli- und der ersten Augustwoche reduzierten die Geschäfte die Preise ihrer Sommerware um satte Prozente, um die Lager leer zu räumen und damit Platz zu schaffen für die Herbst- und Winterkollektionen. Diese Zeiten sind vorbei, betont Knauer. Was aber nicht bedeutet, dass auf die Verbraucher nicht verlockende Schnäppchen warten, die zu kaufen sich lohnt. Seit Wochen schon haben die Geschäfte ihre Preise deutlich, teilweise um bis zu 50 Prozent reduziert und am gestrigen Montag nochmal nachgelegt. „Auf bereits reduzierte Fashionartikel“, so Knauer, „geben wir nochmal einen 20-prozentigen Rabatt, so dass unsere Kunden bis zu 70 Prozent sparen können.“ Ob es sich dabei um die letzte Anstrengung handelt, angesichts des eher verregneten Sommers nicht verkaufte Sommerware an den Mann oder die Frau zu bringen? Nein, sagt der Karstadt-Geschäftsführer. Bisher habe man bereits einen guten Abverkauf festgestellt.

Quer durch alle Branchen

„Sale“ steht auf den Plakaten in den Geschäften und hat das Wort Sommerschlussverkauf abgelöst. Aber nicht den günstigen Verkauf nicht verkaufter Sommerkleidchen und kurzer Herrenhosen. „Den Sommerschlussverkauf gibt es eigentlich schon noch“, sagt Sabine Köppel, Bezirksgeschäftsführerin des Bayerischen Einzelhandels. Zwei Drittel aller Geschäfte würden sich beteiligen. gb



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