25.07.2009, 10:30 Uhr
BAYREUTH. Die Bayreuther Festspiele können nach Angaben ihres Verwaltungsrats die vom neuen Tarifvertrag verursachten Mehrkosten für das Personal finanziell auffangen. Trotz einer Erhöhung der Zuschüsse durch den Bund und das Land Bayern müssten jedoch langfristig "weitere Gelder generiert werden", sagte der Verwaltungsrats-Vorsitzende Toni Schmid am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
"Wir wussten, dass es teurer werden würde", sagte Schmid. "Wir hatten etwa eine fünfprozentige Marge Plus drin im Haushalt. Die ist jetzt natürlich aufgebraucht", betonte er. Man werde sich deshalb auch über die Eintrittspreise Gedanken machen.
Neue Akzente durch Katharina Wagner
Künftig würden die Festspiele verstärkt auf Innovationen setzen, kündigte Schmid an. Inhaltlich würden durch die künstlerische Leiterin Katharina Wagner neue Akzente gesetzt, etwa mit Blick auf den Bereich der neuen Medien, auf neue Marketingformen und Übertragungswege. Auch für das neue Opern-Programm für Kinder habe sie "ein besonderes Faible".
Thielemann auch in den kommenden Jahren am Hügel
Eine prägende Rolle werde auch in den kommenden Jahren Dirigent Christian Thielemann spielen. "Wir werden ihn sehr, sehr lange noch haben, und jedes Jahr, mit einer Ausnahme, wird er in Bayreuth dirigieren", sagte Schmid. Thielemanns Vertrag als Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker war von der Stadt München nicht verlängert worden.
dpa
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