TREBGAST. Die „lieben Kinder“, die der zweite Vorsitzende der Naturbühne Trebgast, Werner Eberhardt, am Freitag begrüßte, standen vorwiegend längst im Erwerbsleben oder hatten es hinter sich. „Robin Hood“ hatte Premiere, zwar als Kinderstück gedacht, aber zur n...
Die „lieben Kinder“, die der zweite Vorsitzende der Naturbühne Trebgast, Werner Eberhardt, am Freitag begrüßte, standen vorwiegend längst im Erwerbsleben oder
hatten es hinter sich. „Robin Hood“ hatte Premiere, zwar als Kinderstück gedacht, aber zur nachtschlafenen Premierenzeit am Wehelitzer Berg hatte das Sandmännchen seine
Klientel bereits weitgehend zu Bett gebracht. Ein paar Unentwegte hatten den Schlafminister jedoch überlistet, um ihren Geschwistern oder Freunden/innen zuzujubeln, die da mitten im Wald von
Sherwood alias Trebgast als Volk von England ihrem König Richard Löwenherz huldigten.
Sollte ich je König werden: So ein Volk wünsche ich mir. Eines, das Rad schlägt, virtuos Fahnen schwingt und Bodenartistik betreibt. Und eines, das meinem bösen Bruder, der mir
nach dem Thron trachtet, gemeinsam mit Robin Hood auf die Finger haut. Selbst, wenn ich „nur“ demokratischer Staatsbürger bleibe, träume ich mit Werner Eberhardt von einem,
der die schlimmen Buben von heute daran hindert, ihre Gewinne zu privatisieren und ihre Verluste zu sozialisieren.
So leicht also kann man jetzt auf der Naturbühne ins Träumen geraten. Vasseliki Toùssa hat diese Träume entfacht, indem sie die über 700 Jahre alte Story von dem edlen
Räuber Robin eigens für die Naturbühne Trebgast dramatisierte.
Die Premiere war ein buntes, spannendes, für Jung und Alt unterhaltsames mittelalterliches Fest, dem die Kostüme von Sibylla Peda und mehrere Einspielungen der Capella Antiqua
Bambergensis zusätzliche Glanzlichter aufsteckten. Die Zahl der Mitwirkenden übertrifft die der Genannten um ein Vielfaches. Alle versammelten sich zum wohlverdienten, reichlich
bemessenen Schlussapplaus, der beim Anblick unserer geschilderten Sheriff-Gehilfen noch zunahm.
INFO Weitere Vorstellungen: 7., 14., 18., 25., 27., 28. Juni.
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv. Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich bei der Community registrieren und einloggen.
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?