Heute geht’s los: Ab neun Uhr schreiben alle bayerischen Abiturienten ihre erste Prüfung. Auch x-bay-Kolumnistin Laura ist dabei. Trotz Lernstress hat sie für euch aufgeschrieben, wie es ihr in den letzten Tagen vor dem Abi ergangen ist.
Schweißausbrüche, zitternde Hände und rote Stressflecken im Gesicht eines Abiturienten, der hektisch nach dem richtigen Raum sucht. Dieses Phänomen wird man in den kommenden
Wochen wohl des Öfteren beobachten können. Der Grund: Heute beginnt das Abitur! Das, worauf ich und meine Mitstreiter die vergangenen 13 Jahre hingearbeitet haben, liegt heute in Form der
Angabenblätter des dritten Abiturfachs vor uns.
Ohne Übertreibung: Die Aufregung ist in den vergangenen Tagen wirklich ins Unermessliche gestiegen. Eine schlaflose Nacht folgte der nächsten. Und falls man es doch schaffte, einige
Stunden zu schlafen, war das Reich der Träume bevölkert mit Formeln und Vokabeln.
Schlechtes Gewissen
Aber auch tagsüber war es nicht einfach, einen positiven Gedanken zu fassen: Was passiert, wenn ich die Fragestellungen nicht verstehe? Oder wenn ich in der Prüfung sitze und das Gelernte
ist wie weggeblasen? Zusätzlich wurde die innere Stimme – wie ein rotes Teufelchen auf der Schulter – immer lauter, dass die Aufregung eventuell an der mangelnden Vorbereitung
liegen könnte und deshalb gar nicht unberechtigt ist.
Aber was soll’s! Für ein schlechtes Gewissen ist es jetzt sowieso schon zu spät, denn heute morgen um neun Uhr betreten wir den Prüfungsraum. Die meisten wahrscheinlich mit
wackeligen Beinen. Anschließend werden die Sitzplätze ausgelost. Das ist wichtiger, als man vielleicht meinen möchte, denn schließlich entscheidet die gezogene Nummer
darüber, wie sehr man in den folgenden Stunden im Blickfeld der Prüfer sitzt und wie oft die Arbeit von den Lehrern mit kritischem Blick beäugt wird
Was danach passiert, kann ich natürlich noch nicht genau wissen. Ich werde mir meinen Platz auf jeden Fall häuslich einrichten und ausreichend Nervennahrung bereithalten. Die letzten
aufmunternden Blicke werden mit den Mitabiturienten getauscht und zum gefühlten hundertsten Mal wird der seit Wochen gelernte Stoff noch einmal im Kopf wiederholt. Dann werden Stifte über
Papier kratzen und die Zeit wird einigen unendlich lang und anderen viel zu kurz erscheinen. Und irgendwann legt man seine Arbeit am Tisch des Prüfers ab und hat die erste Prüfung hinter
sich gebracht.
So oder ähnlich wird es wohl ablaufen. Doch wer jetzt denkt, dass das Ende dieser ersten Hürde gebührend gefeiert wird, der irrt sich. Denn schon nächste Woche stehen die ersten
Leistungskurs-Prüfungen an. Und da bleibt uns Abiturienten wohl nichts anderes übrig, als das komplette Wochenende nochmal zum ausgiebigen Lernen zu nutzen.
Zum Schluss möchte ich noch allen meinen Mitabiturienten viel Glück und vor allem viel Durchhaltevermögen für die kommenden Wochen wünschen! Macht’s wie ich und denkt
immer daran: In einem Monat hat der ganze Stress endlich ein Ende!
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv. Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich bei der Community registrieren und einloggen.
Die Studie „Lebensqualitätsindex“, die diese Woche veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass es sich in Bayreuth besonders gut lebt. Im deutschlandweiten Vergleich landet die Festspielstadt auf Platz vier. Hat Bayreuth diesen Rang verdient?