Donnerstag 02.09.2010, 21:25 Uhr
E-Mail: Passwort:



29.04.2009, 08:53 Uhr

 

Schweinegerippe in Deutschland bestätigt

MÜNCHEN. Die Schweinegrippe ist in Deutschland angekommen. Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums hat sich ein Verdachtsfall bestätigt. Dies hätten Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts ergeben, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

 

Es handele sich um einen Patienten aus der Nähe von Regensburg. Nähere Einzelheiten will das Ministerium am Vormittag auf einer Pressekonferenz in München mitteilen.

Bei weiteren Schweinegrippe-Verdachtsfällen in Deutschland hoffen die Behörden heute auf Klarheit. Bis zum Mittag soll feststehen, ob eine im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) behandelte Frau mit dem mutierten Virus aus Mexiko infiziert ist. Nach Informationen der «Financial Times Deutschland» war bei ihr der Virus-Subtyp H1N1 nachgewiesen, zu dem außer dem Schweinegrippe-Erreger auch der der aktuell zirkulierende gewöhnliche Grippe gehört.

Der Virologe Stephan Günther vom Hamburger Tropeninstitut nannte den Verdacht in der Hansestadt «hochgradig». Den Klinikangaben zufolge war die Patientin aus Mexiko über Düsseldorf nach Hamburg zurückgekehrt. Sie sei nach ihrer Ankunft im Krankenhaus isoliert und eingehend untersucht worden. Die junge Frau sei sofort mit den entsprechenden Medikamenten behandelt worden. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

Nach Angaben von Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder gibt es derzeit in Deutschland keine konkrete Bedrohung der Bevölkerung. Auch wenn sich der Verdacht einer Infektion bestätigen sollte, würde es sich zunächst nur um Einzelfälle handeln, die schnell diagnostiziert und wohl auch erfolgreich behandelt werden könnten, sagte Schröder am Dienstag. Seinen Angaben zufolge halten sich im Schnitt 9000 deutsche Touristen in Mexiko auf.

Die mexikanischen Behörden haben derweil ihre Angaben über die Zahl der Schweinegrippe-Opfer korrigiert. Insgesamt seien bisher bei 26 Menschen Infektionen mit dem mutierten Virus nachgewiesen worden, davon seien sieben gestorben, teilte Gesundheitsminister José Àngel Córdova am Dienstagabend mit. In 13 weiteren Todesfällen seien auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf zusätzliche Untersuchungen eingeleitet worden, erklärte José Ángel Lezana, der Direktor des nationalen epidemiologischen Institutes. Bisher waren die Behörden von 20 Toten durch das neuartige H1N1-Virus ausgegangen.

Insgesamt seien in den vergangenen vier Wochen in Mexiko 159 Grippetote registriert worden, sagte Córdova. In diesem Zeitraum seien 2498 Infizierte in Krankenhäusern behandelt worden. Viele hätten die Kliniken inzwischen gesund verlassen. 1311 Erkrankte sind nach Angaben Córdovas noch in Behandlung.

Unterdessen baten die Staaten Mittelamerikas die internationale Gemeinschaft um Hilfe: Benötigt würden vor allem Medikamente, hieß es bei einem Treffen der Gesundheitsbehörden dieser Länder in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua. Für den Fall einer Ausbreitung der Grippe in der Region brauche man Medikamente für rund drei Millionen antivirale Behandlungen, schrieben die Minister in einem Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

In Honduras und El Salvador erhöhten die Regierungen die Alarmbereitschaft. In Costa Rica wurden am Dienstag zwei Fälle von Schweinegrippe gemeldet. In beiden Fällen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin María Luisa Ávila um zwei aus Mexiko eingereiste Personen. Die kubanische Regierung ordnete die Einstellung des Flugverkehrs nach Mexiko für 48 Stunden an und versetzte das Land in Alarmbereitschaft.

Ungeachtet der Schweinegrippe begannen unterdessen die Ärzte in der Dominikanischen Republik am Dienstag einer viertägigen Streik. Sie forderten eine Erhöhung der Gehälter von derzeit umgerechnet rund 500 Euro auf 1200 Euro. Notfälle und mögliche Fälle von Schweinegrippe sollen von dem Streik ausgenommen werden. Die rund 14 000 organisierten Mediziner wollen die Arbeit nicht vor Samstag wieder aufnehmen.




Artikel posten

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Shortnews Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook mit Twitter versenden



Kommentare

Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.


mehr zum Thema
zurück   weiter

Genussregion Oberfranken
Genussregion Oberfranken
ANZEIGEN-MÄRKTE
1
BAYREUTH.TV
Bayreuth.TV
KURIER-NEWSTICKER
BAYERISCHER RUNDFUNK
Rundschau News
BayernwetterVerkehr in Bayern



Facebook - Twitter - Mobil

 

DIGITALE BEILAGEN
1 Heimat- Kurier Umwelt u. Energie Genussregion Freizeit KiKu Juli
Kinder- Kurier 08
Heimat- Kurier 03
Umwelt u. Energie
Genuss- region
Freizeit- magazin
Kinder- Kurier 07
UMFRAGE

Diese Woche hat Joachim Löw die Katze aus dem Sack gelassen: Michael Ballack bleibt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Philipp Lahm darf die Kapitänsbinde tragen, wenn Ballack nicht spielt. Was halten Sie von dieser Lösung?

Find' ich super. Ballack war immer ein guter Kapitän und wird es auch bleiben.
Ich glaube, Löw hat die falsche Wahl getroffen. Lahm hat bei der WM 2010 überzeugt und gezeigt, dass er als Kapitän besser geeignet ist.
Die Entscheidung war eigentlich nicht so wichtig, da beide gute Arbeit leisten. Daher ist es egal, wer Kapitän ist.
Ich halte sowohl Ballack als auch Lahm für ungeeignet.
Info
Medienführerschein
1
KINO-NEWS

WEITERE ONLINEPORTALE
Das Internetportal der Stadt Bayreuth Wissenswertes, Informatives und alle Programme der Festspiele
Wohnungen suchen und finden: Ihre regionale Immobiliensuche SONNTAG in FRANKEN
Fränkische Zeitung: Die Wochenzeitung in Oberfranken Kurier Forum
Kinder-Kurier

Die schönsten Kinderbücher

Kinder-Kurier 08

 
 

zum Seitenanfang
www.bayreuth.de | www.festspiele.de | www.pampaland.de