02.03.2009, 11:49 Uhr
BAYREUTH. Ein 51-jähriger Mann hat sich am Montagmorgen vor Prozessbeginn am Landgericht das Leben genommen. Dem Angeklagten wurde die mehrfache Vergewaltigung und ein sexueller Missbrauch einer Jugendlichen vorgeworfen. Der Tatzeitpunkt liegt über 20 Jahre zurück.
Nachdem der 51-Jährige aus dem westlichen Landkreis am Morgen zu seinem Prozess am Landgericht nach langem Warten nicht erschien, wurde richterlich eine Zwangsvorladung durch die Polizei angeordnet. Der Mann konnte jedoch nicht an seinem Wohnort angetroffen werden - so erging ein Haftbefehl.
Etwa zeitgleich entdeckte ein Spaziergänger einen leblosen Körper an einem Baum zwischen Eckersdorf und Mistelgau. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem Toten um den Angeklagten handelt. Der 51-Jährige hatte sich erhängt.
Tatvorwurf aus dem Jahr 1982
Die Taten, die dem Angeklagten vorgeworfen wurden, liegen bis zu 20 Jahre zurück. Laut Anklage soll der Mann die Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin zwischen den Jahren 1982 und 1992 vier mal vergewaltigt und ein mal sexuell missbraucht haben. Eine Anzeige erfolgte allerdings erst im Jahr 2008.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagsausgabe des KURIERS.
sche/fr
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