IMMENREUTH. Die Immenreuther SPD will es jetzt genau wissen: Heute Abend lädt sie zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der über die Chancen eines Bürgerbegehrens diskutiert werden soll.
Der von Bürgermeister Peter Merkl (SPD) angeregte Wechsel der Gemeinde vom Landkreis Tirschenreuth in den Landkreis Bayreuth war, wie berichtet, von einer hauchdünnen Mehrheit im
Gemeinderat abgelehnt worden. KURIER-Redakteurin Ute Eschenbacher sprach gestern vorab am Telefon mit SPD-Fraktionschef Alfred Schuster .
Frage: Wie will die SPD nun weiter vorgehen?
Schuster: Wir wollen die Bürger befragen und noch einmal über das Pro und Kontra einer Zugehörigkeit zu Tirschenreuth oder zu Bayreuth informieren. Dabei wollen wir darstellen, warum
wir ein Bürgerbegehren einleiten wollen. Dafür müssen wir drei Leute finden, die es offiziell anmelden. Wir brauchen zehn Prozent der Wahlberechtigten bei unserer
Gemeindegröße für einen Bürgerentscheid, das sind 140 bis 150 Unterschriften. Es soll eine parteiübergreifende Initiative werden, dafür haben wir uns klar
entschieden. Alle Bürger können sich daran beteiligen.
Frage: Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten ein?
Schuster: Relativ hoch. Dass es „gefühlte 70 Prozent“ Befürworter gibt, wie der Bürgermeister neulich sagte, daran habe ich meine Zweifel. Ich denke, ein Drittel ist
dafür, ein Drittel dagegen und ein Drittel unentschieden. Das Thema wird ja überall diskutiert, auch bei den Faschingsumzügen ging es um Immenreuth, aber keineswegs nur
negativ.
Frage: Welchen Zeitrahmen haben Sie sich gesteckt?
Schuster: Drei Monate nachdem ein Bürgerbegehren eingereicht wurde, muss es zum Entscheid kommen. Mir wäre am liebsten ein Termin, der an die Europawahl gekoppelt ist. Das könnten
wir hinbekommen. Vielleicht verschafft ein Bürgerentscheid am 7. Juni der Europawahl eine höhere Wahlbeteiligung – zumindest in Immenreuth.
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv. Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich bei der Community registrieren und einloggen.
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?