23.02.2009, 14:11 Uhr
BAYREUTH. Der Vorschlag des Vorsitzenden der Jungen Union, Empfängern von Hartz IV künftig Gutscheine statt Geld auszuhändigen, damit sie nicht ihr Bares für Zigaretten und Alkohol ausgeben, findet nur wenig Zustimmung.

So sieht der Stellvertretende Leiter der Arbeitsgemeinschaft Stadt (ARGE), Werner Köstner, keinen Sinn darin, die Empfänger von Hartz IV zu disziplinieren, weil dadurch alle über
einen Kamm geschoren würden und sich die Alkohol- oder Raucherprobleme Einzelner ohnehin nicht lösen ließen. Denn bereits in der Vergangenheit habe man Gutscheine eingesetzt und
dabei festgestellt, dass sich mancher auch mit Gutscheinen Alkohol und Zigaretten beschaffen konnte.
In Fällen, in denen die ARGE den Verdacht hat, dass das für die Kinder vorgesehene Geld nicht bei ihnen ankommt, gebe man Hinweise an das Jugendamt, das dann eventuellen
Missständen nachgehe.
Der Vorsitzende der Jungen Union im Landkreis, Markus Täuber, übt Kritik an seinem Bundesvorsitzenden Mißfelder wegen seiner Wortwahl. Da habe er wohl nicht die richtigen Worte
gefunden. Er unterstützt ihn aber darin, dass man bestimmte Dinge auch ansprechen können muss.
ari
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