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22.02.2009, 23:00 Uhr

 

Fliegende Pfoten im Schnee

OBERWARMENSTEINACH. Nach zwei Jahren schneemangelbedingter Pause meldete sich das Warmensteinacher Schlittenhunderennen auf fliegenden Pfoten zurück. Trotz hervorragender Vorbereitung und idealen Schneebedingungen hatten die Organisatoren vom Fränkischen Schlittenhundesportclub in Zusammenarbeit mit dem Wintersportverein Oberwarmensteinach (WSVO) etwas Pech mit den Teilnehmern. Nur rund 35 Starter erschienen zum Fichtelgebirgsadventure 2009 rund um den Kreuzstein, denn die ausgefallene Europameisterschaft in Italien wurde just an diesem Wochenende in Innzell nachgeholt.

 

Foto: Peter Kolb
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Insgesamt fanden an diesem Wochenende sogar fünf Schlittenhunderennveranstaltungen in Deutschland statt. Die gutgelaunten Zuschauer nahmen es locker, nutzten die zahlreichen Startpausen für eine Bratwurstsemmelpause, den Bau eines kleinen Schneemannes, das Tollen mit dem mitgebrachten eigenen Hund, ein Erinnerungsfoto oder einem kleinen Plausch mit einem der Fahrer.

42 Kilometer galt es für die Teilnehmer am Distance-Rennen sowohl am Samstag, als auch am Sonntag mit ihren Hunden zu bewerkstelligen. Sowohl Fahrer als auch sämtliche Hunde mussten sich für die Wertung im Ziel einfinden. Erster Zieleinläufer der Langstreckenfahrer am Samstag war Edwin Czerweck vom Fränkischen Schlittenhundesportclub (FSSC). Er trug die Startnummer 14 und wirkte im Zieleinlauf ebenso „ausgepowert“ und durstig, wie seine vier Sibirian Huskies. In rund eindreiviertel Stunden hat Czerweck mit seinem Gespann die stellenweise sehr anspruchsvolle Strecke gemeistert. Nach der obligatorischen Chipkontrolle seiner Hunde und etwas Medienrummel machte er sich gleich auf ins Fahrerlager, um die Hunde mit Wasser und Futter zu belohnen.

Etwa 30 Stundenkilometer erreicht so ein Schlittenhundegespann auf der Strecke an Höchstgeschwindigkeit. Diese zumeist am Start, vor dem die lauffreudigen Hunde oftmals kaum mehr zurückgehalten werden können. Zu den Schnellsten zählen erfahrungsgemäß die Alaskan Huskies, gefolgt von den Sibirian Huskies, den breiter gebauten Malamuten und den sich durch ihr rein weißes Fell auszeichnenden Samojeden, verraten die Experten am Zieleinlauf. Die Abwechslung der Tiere und der Gespanngröße sind es, die bei den Zuschauern immer wieder für Gesprächsstoff und für erstaunte Ahhs und Ohhs sorgen. Je mehr Hunde, desto rasanter zumeist die Fahrt. Die Fahrer selbst sind entweder nur mit Langlaufskiern (Skijöring), mit Langlaufskiern und kleinem Hundeschlitten oder aber auf einem Stehschlitten unterwegs. Je nach Geschwindigkeit und Ausrüstung tragen die Fahrer auch einen Helm und eine Stirnlampe.

Hart im Nehmen sind die Fahrer im Alter von zwanzig bis knapp 60 Jahre sowieso. Die ersten von ihnen sind bereits am Mittwoch angereist, haben bei Minus 18 Grad im Fahrerlager mit ihren Hunden im Wohnwagen oder Zelt übernachtet. Erstmals wird ihnen neben dem traditionellen „Musher-Abend“ (benannt nach dem Fachausdruck für den Fahrer) im Haus des Gastes auch stimmungsvolle Lagerfeuer-Romantik im Barbeque-Garden von Rancho Colorado geboten. Rancho-Colorado-Initiator Bernd Simon steht mit seinem unverkennbaren Cowboy-Hut zufrieden zwischen Zuschauern und Mushern. „So eine Belebung wünschten wir uns hier immer“. Das notwendige Entfernen von sieben Pfosten und dem Elektrozaun seiner Pferdekoppel für das Schlittenhunderennen sei „nicht der Rede wert gewesen“, er hoffe, der WSV Oberwarmensteinach sehe das Miteinander genauso unkompliziert. Auf einen Hunderennschlitten will der passionierte Reiter selbst aber nicht umsteigen, wie er lachend erklärt. Er habe es vor kurzem zwar einmal neugierig ausprobiert, er zöge aber den Rücken eines Pferdes für sich selbst vor, grinst Simon verschmitzt.

Mehr Bilder gibt es hier.

stn




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Nach der Loveparade in Duisburg werden Diskussionen um die Sicherheit auf derartigen Großveranstaltungen laut. Daher wollen wir von Ihnen wissen: Trauen Sie sich noch auf Massenevents oder bleiben Sie lieber zu Hause?

Ein mulmiges Gefühl werde ich sicherlich haben, aber das hält mich nicht vom Feiern ab. Es wird beim nächsten Mal schon nichts passieren.
Ich gehe davon aus, dass die Sicherheit bei zukünftigen Events stärker geprüft wird. Daher habe ich keine Bedenken, Großveranstaltungen zu besuchen.
Ich bleibe lieber zu Hause. Die Ereignisse haben mal wieder klar gemacht, dass die Sicherheit der Besucher nicht an erster Stelle steht.
Schon vor dieser Tragödie habe ich keine Großveranstaltungen besucht. Ein gewisses Risiko lässt sich nie ausschließen.
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