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18.02.2009, 18:01 Uhr

 

Endgültiges Aus für den Tristanbrunnen

BAYREUTH. Der Stadtrat hat den Tristanbrunnen abgeschmettert: Nur 17 der 41 anwesenden Stadträte stimmten in der Sitzung am Mittwochabend für den Siegerentwurf des Brunnenwettbewerbes. Damit ist der Brunnen abgelehnt.

 

Der „Tristan-Brunnen“ von Matthias Niemeyer und Jan-Ruben Fischer.
Der „Tristan-Brunnen“ von Matthias Niemeyer und Jan-Ruben Fischer.
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Der „Tristan-Brunnen“ von Matthias Niemeyer und Jan-Ruben Fischer.
Der „Bayreuther Orchesterbrunnen“ von Wilhelm Koch greift das Rokoko der Wilhelmine auf und hatte es in die Endrunde geschafft, wo er schließlich gegen den Entwurf „Tristan-Brunnen“ verlor. Fotos: Lammel
„Quelle – Flut – Insel“ heißt der Vorschlag von Werner Maly, der ein „ringförmig fließendes Kultur- und Naturschauspiel“ darstellen soll, das den Lauf des Wassers bis zum Meer erzählt.
„Wotans Ring“ als bewegliche Stadtskulptur nennt der Künstler Thomas Huber seinen Brunnen-Entwurf nach Wotans Frage: „Wie zu hemmen ein rollendes Rad?“.
„Wahnfried“ als Ursprung vieler Dinge – unter anderem auch des Wassers am Markt – sieht der Künstler Yoshiyuki Miura mit seinem Vorschlag aus rostendem Stahl.
Der „Chinesische Brunnen“ war der Vorschlag von Roland Schön und Silvana Weber, die mit glasbedeckten Steinen und von Erdwärme temperiertem Wasser bei der Jury punkten wollten.
Keine Chance bei der Jury hatte der „Licht- und Wasserturm“ von Jochen Scheithauer: er wollte seine frei angeordneten Wasser- und Lichtschläuche mit der geordneten Umgebung in Konkurrenz treten lassen.
„Ensemble“ heißt der Vorschlag von Albert Weis: Bronzemöbel werden von einer in der Mitte stehenden Stele unter einen Wasserschirm gestellt.
Ganz schlicht „Auftakt“ hat Ingo Güttler seine Arbeit genannt. An der in den Boden gerammten Feder entspringt das Wasser für den Bachlauf am Markt.
„Argenore“ – nach der Oper Wilhelmines – nennen die Künstler Hans-Dieter Eichler und Hannes Arnold ihren Entwurf, der mit Glas und Licht spielen sollte.
„Vasen/Amphoren“ hätte Markus Heinsdorff gerne auf den Markt gestellt und von unten in verschiedenen Intervallen mit Wasser gespeist.
Den Tappert hat sich Ludwig Hanser als Thema für seine Brunnenskulptur „Und brennen und löschen“ genommen. Der Bayreuther Bachlauf darf bei ihm aus der Tiefe auftauchen.
Die „Lichtschmelze“ hatte sich das Büro Carpenter/Lowings für den Markt ausgedacht: Durch die unterschiedliche Füllung der Röhren würde Klang erzeugt.
Mystisch und archaisch geht Georg Hüter mit seinem „Rheingold-Brunnen“ zu Werke. Die Basalt- und Bronzeskulptur wird von drei Quellen angesprudelt.
Der „Tristan-Brunnen“ von Matthias Niemeyer und Jan-Ruben Fischer.
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Jetzt ist das endgültige Aus besiegelt. Nachdem der Bauausschuss des Stadtrats das umstrittene Kunstobjekt am vergangenen Dienstag mit neun gegen sieben Stimmen abgelehnt hatte (mehr...), schmetterte nun auch der Stadtrat den „Tristanbrunnen“ ab.

Der Entwurf von Matthias Niemeyer und Jan-Ruben Fischer war als Sieger eines vom Stadtrat ausgelobten Brunnenwettbewerbes für den Bereich vor dem Alten Schloss hervorgegangen.

Die Wucht der Diskussion - in KURIER-Leserbriefen und auf KURIER online - hat offenbar zahlreiche Stadträte beeindruckt. Die Bayreuther Gemeinschaft hatte gar dafür plädiert, an dieser Stelle gar keinen Brunnen zu errichten.  




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