13.02.2009, 23:00 Uhr
Von Stefan Brand
Rebecca Baur hat es geschafft, ist ihrem Traum buchstäblich näher geschritten. Der 21-jährigen Medizinstudentin aus Pegnitz gelang, was 1089 anderen Mädchen nicht gelang, die beim Massencasting für Heidi Klums populäre Show „Germany’s next Topmodel“ in Düsseldorf über den Laufsteg flanierten – sie kam unter die letzten 15 Kandidatinnen. Und ist damit auch in der übernächsten Folge dabei.
Am kommenden Donnerstag zeigt Pro7 erst einmal das Geschehen beim zweiten Casting in München. Rebeccas erster Auftritt ließ nicht lange auf sich warten, als am Donnerstag die Aufzeichnung aus Düsseldorf auf Pro7 vor einem Millionenpublikum ausgestrahlt wurde.
Sie, die sich das Ganze in aller Ruhe auf heimischen Wohnzimmercouch in Pegnitzer Landen betrachten konnte, gehörte zum ersten Quintett, das sich Heidi Klum und ihre Mitjuroren Rolf Scheider und Peyman Amin aus der Masse erwartungsfroh gestimmten Mädchen herauspickten, um sie über eine – abgeschaltete – Rolltreppe gen Bühne, oder besser, um im Fachjargon zu bleiben, gen Catwalk zu schicken. Was ihr im Gegensatz zu manch anderem Model in spe ein stundenlanges Zittern ersparte.
Die Bandbreite der Emotionen war groß. Begeisterungsrufe bei den einen, als ihr Idol Heidi Klum die Szene betrat. Blasse Gesichter und durchgekaute Unterlippen bei anderen, denen ihre
Nervosität keinen Platz für Euphorie ließ.
Die junge Pegnitzerin nutzte die wenigen Sekunden, um sich ins rechte Licht zu rücken, legte den kurzen Weg locker-souverän zurück. Ungekünstelt, mit natürlichem
Lächeln. Sie lief über den – er heißt nicht umsonst so – Laufsteg, wo andere trippelten. Oder zur Verwunderung der Jury auch mal tanzten, hüpften oder
trampelten.
Rebecca jedenfalls erntete den Lohn ihrer Bemühungen, wurde von der Jury ohne Wenn und Aber als „weiter“ durchgewunken. „Wahnsinn“ sei das, bekundete sie
anschließend ins Mikrofon. Was man ihr nicht angemerkt hatte: Sie habe kaum mehr laufen können, so hätten ihre Muskeln gezittert. Und: „Ich habe mich total
gefreut.“
Als TV-Werbeträgerin für Pegnitz konnte sie noch nicht aktiv werden, das dürfte aber spätestens möglich sein, wenn in der dritten Folge die Porträts der noch im
Rennen befindlichen Bewerberinnen über den Bildschirm flimmern. Warum sie nach Düsseldorf auswich, obwohl das Casting in München viel schneller zu erreichen war? Ganz einfach,
Rebecca musste an diesem Termin eine Medizinklausur in Erlangen schreiben.
Bleibt ihr zu wünschen, dass sie nicht in den sich anbahnenden Zickenkrieg hineingezogen wird, den Chefzicke Tessa in Folge eins mit Fleiß angezettelt hat. Die auch in den Augen der
Jury dezent unter Verfolgungswahn leidende junge Dame, die sich durch eine Kopie ihrer selbst in ihrem Weiterkommen bedroht sah, zeigte neben einem gewissen Model- vor allem ein ausgeprägtes
schauspielerisches Talent. Nun, dass auch sie – wie ihr angebliches Imitat – von der Jury unter die letzten 15 gehievt wurde, mag auch daran liegen, dass so eine Show – DSDS
lässt grüßen – seine Paradiesvögel braucht, um Einschaltquoten zu garantieren.
Das verspricht richtig spannend zu werden ...
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