03.02.2009, 15:48 Uhr
BAYREUTH. Der Bund Naturschutz sieht noch keinen Grund zum Jubeln. Nach Meinung des Kreisgruppenvorsitzenden Helmut Korn bestehe auch nach der Aufgabe der Pläne für eine Fichtelgebirgsautobahn die Gefahr, dass die bestehende Bundesstraße 303 autobahnähnlich ausgebaut wird.
In einer Pressekonferenz forderten heute der Kreisvorsitzender Korn und der BN-Kreisgeschäftsführer Peter Ille die Herabstufung der B 303 von einer Europastraße zu einer
einfachen Bundesstraße. Dann könnte mittels Nachtfahrverbot, Tonnagebeschränkung und einem Verbot des Transitverkehrs die Belastung auf der B 303 verringert werden. Damit sei den
Anwohnern und dem empfindlichen Ökosystem Fichtelgebirge ohne großen Geldaufwand am besten geholfen.
Der deutliche Rückgang des Schwerlastverkehrs bereits vor der Fertigstellung der Autobahn A 6 lasse darauf schließen, dass die einst prognostizierten Zahlen, mit denen der Bau einer
Fichtelgebirgsautobahn begründet wurden, niemals erreicht werden und damit eine Autobahn durch das Fichtelgebirge noch unnötiger geworden sei.
gb
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