Donnerstag 02.09.2010, 21:18 Uhr
E-Mail: Passwort:



08.09.2008, 18:40 Uhr

 

Stress gefährdet Studium

Von Nora Wilmsmann

BAYREUTH. Seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge haben Studierende verstärkt mit psychologischen Belastungen zu kämpfen. Dies ist auch an der Universität Bayreuth der Fall. Doch die Studenten werden damit nicht allein gelassen.

 

Untersuchungen des Deutschen Studentenwerks zum Stressproblem haben ergeben, dass es durch die Steigerung des Prüfungsdrucks eine Zunahme von psychischen Belastungsstörungen gib. Dies bestätigten die Evangelische Studentengemeinde und die Katholische Hochschulgemeinde. Auch die Studentenkanzlei der Universität Bayreuth berichtet von einer Zunahme von Beurlaubungen wegen psychisch bedingter Krankheitsfälle.

Mit der Einführung der neuen Studiengänge hat sich die Situation an den Hochschulen grundlegend geändert. „Früher kamen die Studenten zu mir, weil sie Lernprobleme hatten. Heute kommen immer mehr mit Anzeichen in Richtung Burn-out-Syndrom“, sagte Helmut Lautner, psychologischer Berater des Studentenwerks an der Uni Bayreuth. Die starke Reglementierung und der Prüfungsdruck würden in den Bachelor- und Masterstudiengängen oder die eigenverantwortliche Planung des Studiums oft zu Problemen und starken Frustrationen führen.

Keine Freizeit

Aufgrund der hohen Belastung komme es zu Erschöpfung und Schlafstörungen, die Freizeit finde kaum noch Platz. Überladene Stundenpläne und eine Häufung von Prüfungen am Ende des Semesters überfordern die Studenten. „Bei vielen Studenten ist die Motivation im Keller“, sagte Lautner. Vieles im Lehrplan würde später nicht mehr gebraucht.

Als Antwort auf den zunehmenden Stress der Studenten gibt es nicht nur beim Studentenwerk psychologische Beratungsstellen, auch direkt an der Universität haben Studenten die Möglichkeit, sich professionelle Hilfe zu holen. Dies kann entweder in Form von Gesprächen oder Seminaren geschehen. „Wir haben immer mehr Studenten bemerkt, die nicht mit allgemeinen, sondern explizit mit psychosozialen Fragestellungen zu uns kamen“, sagte Ronny Teschner, als psychologischer Berater an der Universität angestellt. Die Berater versuchen, den Studenten die Zusammenhänge eines Burn-outs zu erklären und motivieren sie dazu, sich zu bewegen, zu entspannen und ihre Lebensphilosophie zu ändern. Wenn die Studenten nicht mehr zur Ruhe kommen, dann sei das ein deutliches Anzeichen für Überbelastung. Dann sei es besonders wichtig, Zeit für einen Ausgleich zu schaffen. Auch Sport und der Kontakt mit Freunden über die Hochschule hinaus helfe. „Seit einem halben Jahr arbeite ich hier an der Uni. Bisher hatte ich 65 Einzelberatungen für 41 Klienten. Die meist genannten Schwierigkeiten sind Überforderung und Kraftlosigkeit, Selbstzweifel und Selbstdisziplin“, sagte Teschner.



Artikel posten

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Shortnews Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook mit Twitter versenden



Kommentare

Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.


Genussregion Oberfranken
Genussregion Oberfranken
ANZEIGEN-MÄRKTE
1
BAYREUTH.TV
Bayreuth.TV
KURIER-NEWSTICKER
BAYERISCHER RUNDFUNK
Rundschau News
BayernwetterVerkehr in Bayern



Facebook - Twitter - Mobil

 

DIGITALE BEILAGEN
1 Heimat- Kurier Umwelt u. Energie Genussregion Freizeit KiKu Juli
Kinder- Kurier 08
Heimat- Kurier 03
Umwelt u. Energie
Genuss- region
Freizeit- magazin
Kinder- Kurier 07
UMFRAGE

Diese Woche hat Joachim Löw die Katze aus dem Sack gelassen: Michael Ballack bleibt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Philipp Lahm darf die Kapitänsbinde tragen, wenn Ballack nicht spielt. Was halten Sie von dieser Lösung?

Find' ich super. Ballack war immer ein guter Kapitän und wird es auch bleiben.
Ich glaube, Löw hat die falsche Wahl getroffen. Lahm hat bei der WM 2010 überzeugt und gezeigt, dass er als Kapitän besser geeignet ist.
Die Entscheidung war eigentlich nicht so wichtig, da beide gute Arbeit leisten. Daher ist es egal, wer Kapitän ist.
Ich halte sowohl Ballack als auch Lahm für ungeeignet.
Info
Medienführerschein
1
KINO-NEWS

WEITERE ONLINEPORTALE
Das Internetportal der Stadt Bayreuth Wissenswertes, Informatives und alle Programme der Festspiele
Wohnungen suchen und finden: Ihre regionale Immobiliensuche SONNTAG in FRANKEN
Fränkische Zeitung: Die Wochenzeitung in Oberfranken Kurier Forum
Kinder-Kurier

Die schönsten Kinderbücher

Kinder-Kurier 08

 
 

zum Seitenanfang
www.bayreuth.de | www.festspiele.de | www.pampaland.de