BAYREUTH. Liese Krafft und Eva Borek wollen helfen. Daher engagieren sich die Studentinnen im Rotaract Club Bayreuth, der Jugendorganisation der Rotarier. Während des Eremitage-Laufs am 21. Juni organisieren sie ein Wohltätigkeitsrennen. Der Erlös ist für Deutschförderung im Hildegard-Puchtler-Kindergarten bestimmt.
Laufen für eine gute Sache: Eva Borek (links) und Liese Krafft von Rotaract organisieren einen Wohltätigkeitslauf, damit Kindergartenkinder Sprachunterricht erhalten können. Foto: Eschenbacher
Die 22-jährige Betriebswirtschaftsstudentin Liese Krafft ist die derzeitige Präsidentin des Rotaract Clubs. Der Einsatz für Hilfsbedürftige sei eine der wichtigsten Aufgaben der
rund 25 Mitglieder im Alter von 18 bis 30 Jahren, berichtet sie. Einmal im Monat werden Senioren im Altenheim besucht oder Essen bei der Tafel ausgegeben. Und alle zwei Jahre wird zu einer
größeren Wohltätigkeitsaktion aufgerufen. So wurde zum Beispiel im Jahr 2006 eine Typisierungsaktion durchgeführt, bei der Spender für Knochenmarkskrebspatienten gesucht
wurden. Unter 808 Teilnehmer war schließlich ein passender Spender ausfindig gemacht worden.
In diesem Jahr heißt das Motto: „Laufen für einen guten Zweck“. Beim traditionellen Lauf im Park in der Eremitage werden diesmal auch Rotaract-Läufer an den Start gehen.
Für die kurze Distanz von 4,8 Kilometern bezahlen sie 25 Euro, für die lange Distanz von 10,8 Kilometern 50 Euro. Sponsoren können ihr Logo auf die T-Shirts der Läufer drucken
lassen. Ihre Unterstützung haben bereits MLP, lamondi, Frenzelit und die VR Bank Bayreuth zugesagt. „Die Veranstalter des SVB und der Lohengrin Therme sind uns sehr entgegen
gekommen“, freut sich Mitorganisatorin Eva Borek über die unkomplizierte Unterstützung. Die Vorbereitungen für das Ereignis begannen bereits im Februar, erzählt die
25-Jährige, die im Herbst ihr BWL-Studium in Bayreuth abschließen wird.
Seit Mitte Mai treffen sich die Rotaractler regelmäßig zum gemeinsamen Lauftraining. „Das Ganze hat eine große Eigendynamik entwickelt und das Club-Leben bereichert“,
ist Liese Krafft von der positiven Stimmung im Club begeistert. Voraussichtlich 45 Läufer sollen bei dem „Charity Run“ Geld für den Kindergarten erlaufen. Spontan
anschließen könne sich niemand, so Krafft, weil man als geschlossene Gruppe auftreten wolle. Auch die T-Shirts für die Teilnehmer aus dem Club und seinem Umfeld seien schon
bestellt. Nichtzuletzt sollen aber auch den Organisatoren des Parklaufs keine Läufer weggenommen werden. 2500 Euro wären nötig, um eine Deutschlehrerin für ein Jahr zu
finanzieren. „Wir sind keinem kirchlichen Träger angeschlossen und daher auf Spenden angewiesen“, sagt Kindergartenleiterin Ines Hebenstreit. Der Verein Jugendhilfe unterhält
mit den Eltern den Kindergarten. Rund die Hälfte der Kinder hat ausländische Väter und Mütter. Die Sprachförderung soll aber allen Kindern zugute kommen, die es nötig
haben, so Hebenstreit. „Zuhause wird zu wenig mit den Kindern gesprochen und nichts mehr vorgelesen.“ Dem wolle sie mit dem zusätzlichen Sprachangebot entgegenwirken.
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