125 Jahre: Schützen feiern großes Fest

Was haben Pankraz Schwarzmann und Janina Degen gemeinsam? Genau:die Königswürde. Schwarzmann war 1953 der erste Schützenkönig nach der Wiedergründung des Vereins im Jahr zuvor. Janina Degen ist die seit Juli 2015 amtierende Schützenkönigin. Am Montag könnte sie ihre Königswürde jedoch wieder verlieren. Dann, um 19 Uhr, wird ihr Vater Robert Degen, einer der drei Vorsitzenden der Schützengesellschaft, den oder die neue Schützenkönigin bekannt geben, proklamieren, wie es im Schützenjargon heißt. Wenn er den Namen seiner Tochter auf dem Zettel stehen hat, würde Janina das gelingen, was ihrem Vorgänger Pankraz Schwarzmann geglückt war: Dieser hat 13 Jahre nach seiner ersten Eroberung des Königsthrons diesen erneut bestiegen. Geschossen hat Janina Degen bereits, wie ihr Vater betont. In der vergangenen Woche reiste sie eigens nach Hollfeld, um auf der Schießanlage ihre drei Schüsse abzugeben. Wie gut sie geschossen hat, weiß sie natürlich nicht. Auch die Ergebnisse der anderen Teilnehmer kennt niemand. „Am Montag gegen 19 Uhr wird der Computer die Ergebnisliste ausspucken. Erst dann wissen wir, wer in diesem Jahr am treffsichersten war“, sagt Degen.

Brotzeit und eine neue Scheibe

Was Schützenkönigin Janina aber weiß, weil es die lange Tradition des Vereins vorgibt: Zum Auftakt des Schützenfestes werden sie und die amtierende Jugendschützenkaiserin Antonia Stenglein heute Mittag persönlich von ihren Schützenfreunden abgeholt. Und dann wird es teuer für Janina, muss sie doch der Schützendelegation eine Brotzeit, das Königsessen, ausgeben, erklärt ihr Vater. Und später, im Festzelt, dürfte noch die eine oder andere Maß Bier dazukommen. Außerdem musste sie eine Münze für die Königskette anfertigen lassen und die nächste Königsscheibe, die in diesem Jahr Jubiläumsscheibe heißt, stiften. Die Kosten dafür dürften gering gewesen sein, denn die Scheibe hat Janina eigenhändig bemalt.

Keine Probleme mit der Organisation

Das Hollfelder Schützenfest, verbunden mit einem Volksfest auf dem Schützenfest, ist das größte und letzte seiner Art im Großraum Bayreuth-Kulmbach, betont Vorsitzender Degen. Entsprechend groß ist die Zahl der Vereine aus nah und fern, die sich am Sonntag (Start um 13.30 Uhr am Marienplatz) in den Festzug einreihen werden. Entsprechend lang dauerte auch die Vorbereitung. Seit April sind rund 25 der 240 Mitglieder des Vereins mit der Vorbereitung des Schützenfestes beschäftigt. Probleme gebe es jedoch keine, beteuert Degen, weil die Routine aus vielen Jahren Organisation keine Probleme mehr aufkommen lasse.

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